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HABICHTSWALDKLINIK
Die
integrative Onkologie vereint universitäre Medizin, Unser Informationsservice zum Thema:
Tiefen-Hyperthermie Die lokoregionale Elektro-Hyperthermie (EHT)
Im
medizinischen Sinne versteht man heute unter dem Begriff "
Hyperthermie" die passive Überwärmung des Körpers oder einzelner Körperteile
mittels physikalischer Methoden, durch die dem Körper Wärme von außen zugeführt
oder auch direkt im Gewebe induziert werden kann. Hyperthermie ist eine
Therapieform, die bei der Behandlung von verschiedenen chronischen Erkrankungen,
insbesondere aber auch im
onkologischen Bereich bei der Behandlung von
Krebserkrankungen eingesetzt wird. Die lokoregionale Elektro-Hyperthermie (EHT)
Die
Tiefen-Hyperthermie wird oft in Kombination mit einer Strahlen- oder
Chemotherapie
bei der Behandlung gynäkologischer Tumoren (z.B.
Mammakarzinom,
Gebärmutterkarzinom u.a.), bei
Tumoren des Magen-Darm-Traktes (z.B.
Speiseröhren- und
Magenkarzinom,
Rectumkarzinom u.a.), bei
Leber-,
Lungen-,
Knochen - (z.B.
Sarkome),
Pankreas-
und
Hirntumoren (z.B.Glioblastome) eingesetzt.
Wirkung
der Tiefen-Hyperthermie: Bei der lokoregionalen Elektrohyperthermie bzw. Tiefen-Hyperthermie wird eine Erwärmung von Tumorzellen mittels Kurzwellen (13,56 MHz) und aufmodulierten niederfrequenten Wellen (>180 Hz) auf ca. 43°C angestrebt (Gerätetyp: EHY 2000 der Fa. ONCO-Therm GmbH).
Der
Patient/die Patientin liegt dabei zwischen den Platten eines Kondensators auf
einem beheizten Wasserbett unter einer schwenkbaren Elektrode und ist damit Teil
eines resonanten Stromkreises.
Durch
diese Anordnung kann im Tumor bzw. im Tumorbett eine Temperatur von mehr als 43°C
erzeugt werden. Da Tumorgewebe in der Regel eine schlechte Wärmeregulationsfähigkeiten
hat, führt eine regionale Überwärmung zu einer Schwellung des Tumorgewebes
bei gleichzeitiger vermehrter Durchblutung des umgebenden gesunden Gewebes. Es
kommt so zu einer Minderdurchblutung
im Tumorgewebe mit der Folge einer
direkten, wärmebedingten Schädigung von Tumorzellen (Tumornekrose),
Sauerstoffmangel (Tumorhypoxämie), Entwicklung eines sauren Zellmilieus
(Azidose) und Nährstoffverarmung.
Zusätzlich
wird bei der Tiefen-Hyperthermie durch den Einsatz niederfrequenter Wellen eine Destabilisierung von
Tumorzellmembranen bewirkt. Die Summe dieser Faktoren kann zum Absterben von
Tumorzellen führen, wobei das gesunde Gewebe nicht geschädigt wird. Weitere
verschiedene Wirkmechanismen sind derzeit noch Gegenstand intensiver
wissenschaftlicher Untersuchungen. Das erklärt, warum Hyperthermie-Behandlungen
noch nicht als Standardtherapien
eingesetzt werden. Die Krankenkassen sind daher zur Kostenübernahme
nicht verpflichtet.
Als weitgehend gesichert gilt, dass die Wirksamkeit der klassischen
onkologischen Behandlungsverfahren (Strahlentherapie,
Chemotherapie u.a.) durch die
Kombination mit Hyperthermie-Behandlungen deutlich verbessert werden kann (synergistischer
Effekt der Hyperthermie). Ebenso werden unter Hyperthermie-Behandlungen in
Kombination mit einer Strahlen- oder
Chemotherapie weniger stark ausgeprägte
Nebenwirkungen gesehen, was unter anderem auf eine allgemein immunstimulierende
Wirkung der Hyperthermie zurückzuführen ist.
Als
nebenwirkungsarme und schmerzfreie Behandlungsmethode (Behandlungsdauer:1
Stunde) ist die lokoregionale Tiefen-Hyperthermie im Vergleich zu den meisten
anderen Therapieformen bei
Krebserkrankungen ein besonders schonendes Verfahren.
Mögliche
Nebenwirkungen bei der
Tiefen-Hyperthermie können auftreten
bei Patienten mit
Leichte
Nebenwirkungen sind kurzzeitig lokale Hautrötungen und Missempfindungen der
Haut.
Durch
Überwärmung des gesunden Gewebes ist ein kurzfristiger Anstieg der Körpertemperatur
möglich. Außerdem können durch das Absterben von Tumorzellen noch wenige Tage
nach der Behandlung leichte Fieberschübe auftreten, die in der Regel gut zu
behandeln sind.
Lokoregionale
Tiefen-Hyperthermie -Behandlungen können ambulant,
teilstationär sowie im Rahmen eines stationären Aufenthaltes in der
Habichtswaldklinik durchgeführt werden. Ein Behandlungszyklus bei der Tiefen-Hyperthermie umfasst 10-15 Behandlungen, die in Abständen von 2-4 Tagen (bzw. 1-2x/Woche) durchgeführt werden. Anschließend erfolgt eine Therapiekontrolle, von der die weitere Therapieplanung abhängt (Erfahrungsgemäß sind 2 Behandlungszyklen erforderlich, um einen längerfristigen Behandlungserfolg beurteilen zu können). Lesen Sie auch unseren
Beitrag zur
systemischen, moderaten
Ganzkörper-Hyperthermie (GKHT)
oder unsere Zusammenfassung aller in der
Habichtswaldklinik zur Anwendung kommenden
Hyperthermie-Behandlungen Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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